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Hautkrebs-Vorsorge

 

Das Ziel eines Haut-Screenings ist die frühzeitige Erkennung von bösartigen Veränderungen an der Haut. Rechtzeitig erkannte, bösartige Hauttumoren, wie zum Beispiel: Basalzellkarzinom, Spinozelluläres Karzinom und Malignes Melanom stellen noch keine Bedrohung für das Leben dar! Solange die veränderten Zellen sich in den obersten Hautschichten befinden, können diese Hauttumoren meist einfach herausoperiert und damit geheilt werden. Der Übergang in ein sogenanntes invasives Stadium kann nicht mehr stattfinden. In Deutschland haben seit dem Jahre 2008 gesetzlich-versicherte Patienten, ab 35 Jahren, alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening (Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs). In der Schweiz gibt es keine Beschränkungen der Kostenübernahme durch die Krankenkassen in Bezug auf Alter oder Zeitintervall. Lassen auch Sie sich regelmäßig beim Hautarzt untersuchen! - dies ist die einfachste Möglichkeit um ernsthafte Probleme rechtzeitig zu vermeiden.

 

Eine Selbstuntersuchung ist etwa einmal im Monat, vom Scheitel bis zur Fußsohle, eventuell unter Zuhilfenahme eines Spiegels oder zusammen mit Ihrem Partner sinnvoll. Sie, oder auch Ihr Partner kennen Ihren Körper am besten! Sollten Ihnen einzelne Hautregionen oder eine Veränderung von Muttermalen auffallen, so lassen Sie diese bitte vom Arzt abklären.

 

Pigmentierte Muttermale sind auffällig, wenn sie sich in Form, Farbe oder Größe verändert haben.
Die sogenannte A-B-C-D-Regel hilft hier bei der Einschätzung.

 

  Asymmetrie unregelmäßige, nicht symmetrische Form
  Begrenzung auslaufende, am Rand unregelmäßige Pigmentierung
  Colour Helle und dunkle Stellen, verschiedene Farben
  Durchmesser größer als 2 mm

 

Dunkle Verfärbungen sind nicht nur an der Haut, sondern auch am oder unter dem Nagel und an der Schleimhaut zu beachten.

 

Der höchste Risikofaktor für die Entstehung eines Malignen Melanoms ist die Anzahl der nach der Geburt erworbenen Pigmentmale. Bei mehr als 40 Pigmentmalen ist das Risiko hierfür um den Faktor 7-15 erhöht. Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Hautkrebsrisiko um das Zwei- bis Dreifache. Menschen mit heller Haut (Hauttyp 1 und 2), mit rötlichen oder blonden Haaren, mit Neigung zu Sommersprossen, Sonnenbrandflecken oder einer Melanom-Erkrankung in der Familie können ein bis zu 120-fach erhöhtes Risiko haben, selbst ein Malignes Melanom zu entwickeln.

 

Sonnenschutz ist daher in der Prävention von Hautkrebs ein sehr wichtiges Thema. Die Hauptgründe für die Zunahme von Hautkrebs-Erkrankungen sind ein verändertes Freizeitverhalten, ausgedehnte Sonnenurlaube rund ums Jahr und die häufige Nutzung von Solarien. Das Motto muss sein: Sonnenbrand vermeiden!

 

Die wichtigsten Sonnenschutzmaßnahmen möchte ich Ihnen im Folgenden kurz darstellen:

 

 

Einstellung ändern!
Lange Sonnenbäder und Sonnenbrände sollten nicht zu den normalen Urlaubs- und Freizeitaktivitäten gehören. Gebräunte Haut steht leider immer noch als Zeichen für Attraktivität und Gesundheit. Jeder Mensch ist ganz individuell  -  mit seinem Hauttyp, seiner Hautfarbe und seiner Pigmentierung - gepflegt und attraktiv. „Erst schmerzhaft rot, dann schön braun!“ – das ist kein guter Plan. Jeder Sonnenbrand ist Körperverletzung!

 

Verhaltensweise ändern!
Vermeiden Sie die intensive Mittagssonne von 11-15 Uhr. Im Schatten ist die UV-Belastung um bis zu 50% reduziert. Auch im Schatten, unter Sonnenschirm, Markise oder Baum, ist man jedoch noch einem erheblichen Teil der UV-Strahlung durch Reflexion und Umgebungsstrahlung ausgesetzt!

 

Schützende Kleidung tragen!
Ein Kopfschutz durch Sonnenhut oder Sonnenkappe bietet Schatten für Augen, Nase, Ohren und Nacken. Eine Sonnenbrille mit 100 % UV-A- und UV-B-Schutz reduziert die Gefahr von Augenschäden. In der Sonne nicht aus- sondern anziehen! Die Kleidung sollte möglichst langärmelig, dichtgewebt sein und locker sitzen. Im Handel gibt es zu diesem Zweck spezielle UV-Schutz-Kleidung, hergestellt aus angenehmen, atmungsaktiven und schnell trocknenden Materialien.

 

Sonnencreme benützen!
Tragen Sie 30 Minuten vor dem Sonnenbad reichlich wasserfeste Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 (– 50) auf alle unbedeckten Körperstellen auf. Bei etwa 2 m² Hautoberfläche sollten beim einmaligen Eincremen circa 40 ml Sonnencreme aufgetragen werden. Cremen Sie regelmäßig nach, vor allem nach dem Baden. Einige Körperstellen, die sogenannten Sonnenterassen brauchen besonderen Schutz: Unbehaarte Kopfhaut / Scheitelbereich, Nasenrücken, Augenlider, obere Wangen, Ohren, Lippen, Schultern, oberer Rücken, Dekolletee sowie Fußrücken. Halten Sie diese Bereiche möglichst bedeckt oder verwenden Sie eine Sonnencreme mit besonders hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50).
Sonnencreme schützt zwar vor Sonnenbrand, jedoch nicht vor Hautkrebs!  Daher die Empfehlung: Benutzen Sie die Sonnencreme nicht zum verlängerten Aufenthalt in der Sonne, sondern ausschließlich, um die nicht von Textilien bedeckten Hautareale zu schützen.

 

Sonnenstudios meiden!
Die zusätzliche UV-Belastung im Solarium ist grundsätzlich nicht zu empfehlen, vor allem nicht zur Vorbereitung auf den Sonnenurlaub. 

 

 

Lassen Sie sich beraten und helfen! Ich freue mich darauf bei Ihnen ein Hautkrebs-Screening durchführen zu dürfen und Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch meine Empfehlungen für Ihre weitere Vorsorge und gegebenenfalls Behandlung geben zu dürfen. 






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