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Behandlungen bei vermehrtem Haarwuchs

 

Bei einer Hypertrichose besteht eine vermehrte Behaarung. Diese geht in Bezug auf die Haardichte über das übliche, geschlechts- und herkunftsspezifische Maß hinaus oder tritt an sonst stets unbehaarten Stellen auf. Sie kann örtlich begrenzt an einzelnen Stellen, zum Beispiel in angeborenen Muttermalen auftreten, oder den gesamten Körper, mit Ausnahme der Handinnenflächen und Fußsohlen betreffen. Hierfür ist die Ursache unbekannt. Allerdings können einige Medikamente als Nebenwirkung eine vermehrte Körperbehaarung auslösen. Der Wirkstoff: Minoxidil in blutdrucksenkenden Medikamenten zum Beispiel.  Minoxidil kann in einer 2%- oder 5%igen Lösung, bei äußerlicher Anwendung auf der Kopfhaut, sogar zur Therapie einer androgenetischen Alopezie (hormonell-bedingter Haarausfall), bei Frauen und Männern erfolgreich eingesetzt werden! Der Hirsutismus bei Frauen muss als hormonell-bedingte Abweichung des geschlechtsspezifischen Behaarungstyps von der Hypertrichose abgegrenzt werden. Hier muss eine gynäkologisch-endokrinologische Abklärung erfolgen und gegebenenfalls die auslösende Ursache behandelt werden. Alle Behaarungsmuster, die irgendwie im Übermaß ausgeprägt sind und von der „Norm“ abweichen, verunsichern die Betroffenen häufig erheblich im Umgang mit anderen Menschen. Das Selbstbewusstsein muss schon sehr ausgeprägt vorhanden sein, wenn dann keinerlei Bedenken beim Tragen von Bikini oder Badehose am Strand vorliegen!

 

Die Behaarung des Menschen heute ist insgesamt schon deutlich geringer geworden, wenn man dies mit den Darstellungen unserer Vorfahren vergleicht, die sich durch ihre Behaarung noch vor Wind und Wetter schützen mussten. Insbesondere Frauen fühlen sich jedoch mit ihrer eigentlich völlig normalen Körperbehaarung, speziell in den Sommermonaten, unwohl in ihrer Haut. Auch bei den Männern zeigt sich ein Trend in diese Richtung. Eine glatte, weiche Haut sieht einfach besser aus und fühlt sich zudem angenehmer an.

 

Der tägliche Kampf mit der Rasur oder die regelmäßigen Epilier-Prozeduren mit Wachs oder Enthaarungsgerät an Beinen, Achseln und in der Bikinizone müssen nicht sein. Hier und an fast allen anderen Körperarealen, sowie auch im Gesicht kann eine dauerhafte Haarentfernung mit einem speziellen Laser, dem Dioden-Laser, oder dem Blitzlampen (IPL)-Gerät durchgeführt werden.

 

Voraussetzung für ein gutes Ansprechen dieser dauerhaften Epilations-Behandlungen ist die dunkle Pigmentierung des Haares und idealerweise eine möglichst helle Haut! Die Laser-/Licht- Energie wird bei allen Geräten direkt in die Zielstruktur: Melanin, das dunkle Pigment von Haut und Haar abgegeben. Je direkter die erzeugte Hitzeenergie in den pigment-haltigen Follikelzellen der Haarwurzel landet, umso effektiver ist deren Zerstörung und damit die Behandlung. Eine dunkle oder gut gebräunte Haut fängt die Laser-/ Licht- Energie schon vor dem Erreichen des Haarfollikels ab und verringert damit nicht nur die Wirkung, sondern erhöht auch noch erheblich das Risiko für Verbrennungen.

 

Das bedeutet im Wesentlichen drei Dinge! – Zum Ersten: Sonnen-/Solarien-gebräunte Menschen und Menschen mit dunklem Hauttyp können nicht behandelt werden! – zum Zweiten: Hellblonde und weiße Haare können nicht dauerhaft entfernt werden! – und zum Dritten: Die Haare dürfen vor der Laser-/Licht- Therapie nicht mechanisch entfernt (durch Zupfen oder Epilation), sondern lediglich rasiert werden, sonst ist die Haarwurzel als Ansprechpartner entfernt und die Behandlung damit wirkungslos!

 

Je nach Lokalisation des Behandlungsareals und bei jeweils unterschiedlicher Dauer des Haarwachstums-Zyklus müssen die Epilations-Behandlungen in exakt definierten Zeitintervallen durchgeführt werden. Die Haarfollikel sind in der sogenannten Anagenphase (Wachstumsphase des Haares) am empfindlichsten gegenüber der einwirkenden Hitzeenergie und somit am effektivsten zu behandeln. Normalerweise sind 6-8 Behandlungen in Zeitintervallen von 4 Wochen bis hin zu 3 Monaten erforderlich, um eine bis zu 98%ige Enthaarung zu erzielen. Die dunkle Jahreszeit bietet sich zum Start der Therapie an. Konsequenter Lichtschutz nach und auch vor der Laser-/Licht- Therapie ist dringend angeraten, um zum einen die Haut blass zu halten und zum anderen Hyperpigmentierungen (Braunfärbungen) der Haut nach der Behandlung zu vermeiden.

 

Die Behandlung ist je nach Körperareal unterschiedlich schmerzarm. Eine Betäubung ist daher normalerweise nicht erforderlich. Rötungen und Schwellung können vorübergehend auftreten, sind jedoch meist am Folgetag wieder verschwunden. Kurze Haarschaft-Reste (1-2 mm lang) werden manchmal in den ersten Tagen noch ausgeschleust. Um Hautirritationen zu vermeiden sollten diese sich selbst überlassen und nicht gezupft werden.

 

Eine Anmerkung zum Schluss: Feinste blonde Haare im Gesicht bei Frauen, manchmal wie ein samtiger Flaum an Kinn und Wangen - stören meistens nicht, können aber mit einer Eflornithin-haltigen Creme bei dauerhafter Anwendung in ihrem Wachstum verlangsamt und damit reduziert werden.

 

 

Ich freue mich schon darauf Ihnen, in einem persönlichen Beratungsgespräch meine Empfehlungen für Ihre Behandlung zur dauerhaften Haarentfernung geben zu dürfen.






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