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Narben - Korrekturbehandlung

 

Eine unschöne Narbe an markanter, den Blicken ausgesetzter Körperstelle – Betroffene fühlen sich häufig entstellt, unattraktiv und sind im Umgang mit anderen Menschen gehemmt! Entstanden durch die Verletzung bei einem Unfall, eine lebensnotwendige Operation oder aufgetreten nach entzündlichen Erkrankungen der Haut, wie Akne oder rezidivierenden Abszessen, können diese Narben, einmal ganz abgesehen von den auslösenden, belastenden Erlebnissen, Spuren an der Seele hinterlassen. Steht doch eine glatte, ebenmäßige und unversehrte Haut für Attraktivität, Jugendlichkeit und Gesundheit. Eine Narbenkorrektur kann zu einer deutlichen Milderung der Ausprägung führen und psychisch sehr befreiend wirken. Es ist jedoch eine Illusion zu glauben, dass Narben durch eine Behandlung verschwinden und unsichtbar werden!

 

Die Behandlungsmethoden sind in Abhängigkeit vom Narbentyp, des Alters der Narbe und des Betroffenen, der Ausdehnung und der Lokalisation der Narbe ganz individuell auszuwählen. Die möglichen konservativen, minimal-invasiven und chirurgischen Therapiemöglichkeiten möchte ich Ihnen im Folgenden, ohne Anspruch auf Vollständigkeit kurz darstellen.

 

Bei verletzungs- oder chirurgisch-bedingten Narben können schon prophylaktisch Narbentherapeutika in Form von silikon-haltigen Gelen oder Folien beziehungsweise zwiebelextrakt-, oder harnstoff-haltige Cremes eingesetzt werden. Diese verbessern die Durchblutung im Gewebe und sorgen für mehr Feuchtigkeit in der Haut durch eine Stärkung der Hautbarriere-Funktion. Die Anwendung erfolgt 1-2x täglich über mehrere Wochen. Zusätzlich ist eine konsequente Anwendung von Lichtschutzpräparaten (LSF 50) empfohlen, um eine Hyperpigmentierung (Braunfärbung) der Narbe durch UV-Exposition zu vermeiden.

 

Einzelne dehiszente, eingesunkene und breite Narben sind nach Möglichkeit operativ anzugehen. Die chirurgische Exzision mit dem Skalpell und der sorgfältige, mehrschichtige Wundverschluss führen meist zu unauffälligen und feinen, strichförmigen Narben.

 

Bei einer Vielzahl von dehiszenten Narben, bei Dehnungsstreifen nach Schwangerschaften (Striae distensae) und auch bei Aknenarben bietet sich die Behandlung mit den modernen Geräten zur fraktionierten Laser-Therapie an. Die Narbe und ihre Umgebung werden nach wiederholten Anwendungen insgesamt gleichmäßiger in Textur und Farbe. Durch die Kollagenneubildung verbessert sich langfristig die Struktur in Narbe, Narbenumgebung und Dehnungsstreifen. Erweiterte Äderchen und Braunfärbungen lassen sich übrigens auch gut im Narbengewebe mit der hochenergetischen Blitzlampen (IPL)- Technologie behandeln.

 

Hypertrophe, überschießende Narben zeigen sich oft vergleichbar einem „Regenwurm“ auf der Hautoberfläche. Sie werden nicht nur als ästhetisch störend empfunden, sondern haben meist Wachstumstendenz, lösen Juckreiz und auch Schmerzen aus. Ihre Größenzunahme kann mit der sogenannten Kryotherapie, Vereisung mit flüssigem Stickstoff, und/oder der Unterspritzungsbehandlung mit Kortison und einem Zytostatikum, in kleinsten Mengen und mit feinen Kanülen direkt in die Narbe (intraläsional) verhindert werden. Wiederholte Anwendungen ebnen die wulstförmige Narbe ein. Teilweise entsteht sogar eine eher dehiszente, eingesunkene Narbe, welche dann mit den oben dargestellten Methoden im Erscheinungsbild verbessert werden kann. Versuche hypertrophe Narben operativ zu entfernen, in der Absicht eine feine, linienförmige Narbe zu produzieren, sind nicht falsch – können jedoch auch bei bester chirurgischer Schnitt- und Nahttechnik im Rezidiv, einem Wiederauftreten der Problematik enden.

 

Bei Keloiden, den krebsscheren-artig über den Wundrand hinauswuchernde Narben, ist es hingegen medizinisch nicht angeraten eine chirurgische Entfernung mit dem Skalpell durchzuführen. Diese führt immer zum Rezidiv. Keloide sind nicht nur für den Betroffenen ein Problem aufgrund kosmetischer Beeinträchtigung, Größenzunahme, Juckreiz und Schmerzen, sondern auch für den behandelnden Arzt eine schwierige Aufgabe. Therapie-Ansätze schließen hier eine oberflächliche tangentiale operative Abtragung des Tumors, eine wiederholte Kryotherapie und eine wiederholte intraläsionale Injektionsbehandlung mit Kortisonkristallsuspension / Zytostatikum ein. Keloide sind zum Glück insgesamt selten, treten aber in manchen Regionen bevorzugt nach operativen Eingriffen oder spontan nach Entzündungen (Akne) auf. Vor Operationen an Hals, Ohrläppchen, Dekolletee, Brust oder Rücken muss der Patient auf ein erhöhtes Risiko zur Keloid-Bildung hingewiesen werden.

 

Eine durchgestandene Akne-Erkrankung kann die unterschiedlichsten Narben hinterlassen, die die Betroffenen häufig psychisch sehr belasten. Die Therapiemöglichkeiten zur Narbenkorrektur nach Akne sind unter dem Menüpunkt: Akne / Rosazea ausführlich dargestellt.

 

Tief unter das umgebende Hautniveau eingezogene Narben eignen sich für eine Subzision. Die bindegewebige Anheftung der Narbe auf der muskulären Unterlage wird hier operativ gelöst und die Narbe flächig auf Niveau gebracht. Mit einer scharfen Strauß-Kanüle geht der Operateur von wenigen Punkten aus unter die Narbe und löst das Gewebe durch „scheibenwischer“-artige Bewegungen der Kanülenspitze. Eine zusätzliche, wiederholte Unterspritzungsbehandlung mit Eigenfett oder Hyaluronsäure kann das Hautrelief häufig sehr schön angleichen. Die Subzision ist übrigens auch eine Technik in der Zellulite-Behandlung.

 

 

Gerne werde ich Ihnen, in einem persönlichen Beratungsgespräch, meine individuellen Empfehlungen für Ihre Narben-Behandlung geben.






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